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fraus caerulea

tilia

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Projekt seit 2002; Video 2004; Fresko/ gepflügter Erde
Teilweise realisiert in Niederbayern auf einem Feldstreifen von 4x28 m

Nach dem pflügen wird der Erde zur Setzung etwas Zeit gelassen und dann flächig besprüht mit
einem Kalkhydrat- Marmormehl- Wassergemisch – dünn genug um eine Durchlässigkeit für Regenwasser zu gewährleisten und dick genug um satt weiß zu erscheinen. Die modellierte Oberfläche des Ackers kann so gegen Erosion durch Regen und Hagel bis zu ein paar Monaten stabilisiert werden. Andererseits dient die Kalkschicht als weißes Gesso für die farbliche Bearbeitung.
In den noch feuchten Kalk-Malgrund wird eine Ökofarbstoff-Wasser Lösung gesprüht, die in der altbewährten Freskotechnik hydraulisch mit abbindet.
Je nach Anzahl dieser Gesso Schichten hält solch ein “Farbfeld“ zwischen 1 und 10 Wochen – alle Komponenten sind ökologisch und können als Mineraldünger auf dem Acker belassen werden.

Typisch für ein GÆG-Projekt werden mehrere Interpretations-möglichkeiten forciert: die offensichtliche, zivilisationskritische Leseart von artifiziell erscheinender Anpassung natürlicher Erde – aber auch die Faszination über neue (hier kombiniert mit dem traditionellen Wissen über Freskotechnik) Methoden um unsere Umwelt zu gestalten.

project since 2002; video 2004; fresco/ plowed soil
partly realized in Niederbayern on a strip of acre 4 x 28 Meter

The fresh plowed soil was left for a while for subsidence and then sprayed completely with a mixture of calcium hydroxide, white marble dust and water in several layers – thin enough to led rainwater pass through but thick enough to be brilliant white. Because of this, the modeling of the surface by the plow can be stabilized against erosion, rain and hail up to a few weeks.
On the other hand, the chalk-layer works as a white gesso for the chromatic layer on top.
The gesso being still wet, a mineralic water-dilution is sprayed onto it – which binds with the gesso in the well-tried fresco-technique.
According to the number of gesso-layers, a “colourfield” like this can last between 1 and 10 weeks – all components are ecological and can be left as a mineral-dung at the acre. 

Typically for a GÆG–project both intensions are left for interpretation: the obviously civilization-critical reading of an artificially appearing adaption of natural soil – but also the fascination of new (combined here with the traditional knowledge of fresco) methods for designing our environment.